Österreich: Frauenvolksbegehren

Dies+Das SonstigesZwanzig Jahre nach dem Frauenvolksbegehren 1997 in Österreich soll es Anfang 2018 zu einer Neuauflage des Frauenvolksbegehrens kommen. Der Forderungskatalog umfasst 15 Punkte und deckt die Bereiche Politik, Arbeit und Wirtschaft sowie Familie und Gesundheit ab. Die vorrangigen Themen: Politische Teilhabe und öffentlicher Raum, Arbeit und Wirtschaft, Familie und Gesundheit

Mehr Infos gibt es HIER.

Typische Frauen- und Männerberufe

BerufswahlNach wie vor Realität: Typische Frauen- und Männerberufe. Rund 28.700 Jugendliche haben in diesem Beruf bundesweit einen neuen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Dies zeigt die Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) aus der Erhebung zur Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge mit Stichtag 30. September 2016.

Mit weiblichen Auszubildenden wurden 2016 die meisten Ausbildungsverträge in den kaufmännischen Berufen – Kauffrau für Büromanagement, im Einzelhandel, im Groß- und Außenhandel sowie Industriekauffrau -, als Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte, Verkäuferin und Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk sowie als Hotelfachfrau und Friseurin abgeschlossen.

Mehr zu dieser Untersuchung HIER.

Sind Frauen kritischer gegenüber Frauen?

BewerbungSind Frauen kritischer gegenüber Frauen? Möglicherweise haben Mitarbeiterinnen bessere Karrierechancen, wenn ihre Fähigkeiten nur von Männern bewertet werden. Darauf weist eine Studie von Forschern der finnischen Aalto-Universität http://aalto.fi hin, die untersucht haben, wie Uni-Komitees bei der Vergabe von Professuren vorgehen. 100.000 Bewerbungen auf außerordentliche und ordentliche Professuren in Spanien und Italien wurden in die Analyse miteinbezogen, die 8.000 Gutachter der Bewerbungen wurden nach dem Zufallsprinzip zugeteilt. Es zeigte sich, dass eine größere Anzahl an Frauen im Auswahl-Komitee keine besseren Chancen für die Universitätsmitarbeiterinnen mit sich brachte. Im Gegenteil: Oft führte eine größere Anzahl an Frauen im Komitee dazu, dass eher Männer den Job bekamen. Das lag scheinbar aber nicht an der Strenge der Damen: Sie bewerteten weibliche Kandidaten etwas (aber nicht signifikant) besser als ihre männlichen Kollegen im Ausschuss. Den ganzen Text findet man HIER.

Sind Männer erfolgreicher, weil sie risikofreudiger sind?

Dies+Das SonstigesGewagte These: Männer gehen mehr Risiken ein als Frauen, sie steigern ihre Leistung im Wettbewerb deutlich öfter und sind besser im Verhandeln. Das macht sich in der heutigen Jobwelt gut, sagt Ökonom Uri Gneezy und ist einer der Gründe, warum Männer mehr verdienen als Frauen. Gneezy ist einer der Vorreiter in der Erforschung von unterschiedlichem Verhalten von Geschlechtern. Sein Vorschlag: Damit Frauen erfolgreicher werden, sollten sie nicht Männer imitieren. Vielmehr sollte die Arbeitswelt umgekrempelt werden. Das Interview mit ihm liest man HIER

Männer denken, sie kommunizieren

PersönlichkeitMänner denken, sie kommunizieren, aber tatsächlich führen sie hauptsächlich Monologe vor Publikum. Dieser vertikale Stil endet in der digitalen Arbeitswelt jedoch über kurz oder lang in einer Sackgasse. Von oben nach unten kommunizieren – das reicht heute nicht mehr. Wo nur über Anweisungen geführt wird, herrscht keine echte Vernetzung, also kein Miteinander auf horizontaler Ebene. Die Leistung des Teams wird nicht als bedeutend hervorgehoben. Für Männer ist vor allem wichtig, dass ihre eigene Leistung positiv wahrgenommen wird.

Der Kommunikationsstil weiblicher Führungskräfte unterscheidet sich davon, erklärt die Psychologin und Buchautorin HIER.

Jeder 10. Start Up in Österreich ist weiblich

Gründung1 von 10 Start-ups in Österreich wird von einer Frau gegründet. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Auf den zahlreichen Wiener Start-up-Events offenbart sich großteils das gleiche Bild: Männliche ­Experten halten Impulsvorträge zu ihren Fachbereichen, anschließend gibt es meist eine männlich dominierte Podiumsdiskussion, gefolgt von Networking zwischen jungen männlichen Gründern und älteren männlichen Investoren.

Der Eindruck, dass der Frauenanteil in der Szene gering ist, wird auch durch harte Statistiken untermauert: Laut Austrian Startup Report 2013 werden zwölf Prozent der Start-ups von Frauen gegründet, laut European Startup Monitor 2016 sind es gar nur 7,1 Prozent. Bei der Organisation Female Founders Club geht man von rund zehn Prozent aus – offizielle Zahlen gibt es nicht, zumal die Wirtschaftskammer Start-up-Gründungen nicht von gewöhnlichen Unternehmensgründungen unterscheidet; bei letzteren liegt der Anteil bei knapp unter 60 Prozent, allerdings inklusive der selbständigen Pflegerinnen. Die Gründe dafür sind vielfältig, berichtet „Horizont“ HIER.

Berufstätigkeit der Frauen gesellschaftlich immer besser akzeptiert

Dies+Das SonstigesWie viele Männer die Berufstätigkeit von Frauen akzeptieren, wenn sie selber nicht arbeiten, wissen wir nicht. Aber berufstätige Frauen werden im Allgemeinen immer mehr gesellschaftlich akzeptiert. Ein paar zentrale Ergebnisse: 82 Prozent der Männer finden, dass es einer Partnerschaft guttut, wenn beide berufstätig sind. Zehn Jahre zuvor waren nur 71 Prozent dieser Ansicht. Mit 49 Prozent meint inzwischen weniger als die Hälfte der Männer, dass Frauen nicht erwerbstätig zu sein brauchen, wenn ihre Männer gut verdienen. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) verweist darauf, dass die Einstellung zum Rollenbild auch eine Generationenfrage sei: „Immer mehr Männer sind sogar der Überzeugung, dass der Vater seine Berufstätigkeit reduzieren sollte, solange die Kinder noch klein sind. Von den heute 70-Jährigen sind 20 Prozent dieser Meinung, von den unter 30-jährigen Männern aber 59 Prozent.“ Mehr Infos HIER.

Hilfe holen bei Gründungsplänen

GründungWenn Frauen bei der Gründung eines Unternehmens vor komplett neuen Aufgaben stehen, hört man meistens „Ich schaff das schon!“. Und in den meisten Fällen ist das auch so. Doch sollten Frauen sich auch eingestehen können, dass man nicht alles können muss. Es ist völlig legitim und zum Teil wesentlich effektiver, sich Hilfe zu holen und zu leisten. Denn das Delegieren von Aufgaben ist mit eine der wichtigsten Aufgaben, wenn man als Unternehmerin erfolgreich sein möchte. Den ganzen Bericht findet man HIER.

Unbezahlte Hausarbeit immer noch Frauensache

Dies+Das SonstigesUnbezahlte Hausarbeit nach wie vor Frauensache: Viele Paare wünschen sich eine partnerschaftliche Arbeitsteilung. Doch die Realität sieht anders aus: Den größten Teil der unbezahlten Arbeit – Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflege – leisten in Deutschland nach wie vor Frauen, wie eine aktuelle Auswertung des WSI-GenderDatenPortals auf Basis der repräsentativen Zeitverwendungserhebung 2012/13 für Personen im Erwerbsalter zeigt. Frauen von 18 bis 64 Jahren verwenden demnach 2,4-mal so viel Zeit für unbezahlte Fürsorgearbeit und das 1,6-fache für Hausarbeit wie Männer dieser Altersgruppe. Noch deutlicher sind die Unterschiede bei Erwerbstätigen mit Kindern.

Zwar fällt die Gesamtarbeitszeit von erwerbstätigen Frauen und Männern ähnlich hoch aus – die Frauen arbeiten im Schnitt täglich 7:44 Stunden, die Männer 7:40 Stunden. Allerdings unterscheiden sich beide Geschlechter sehr deutlich in der Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit. Nachzulesen HIER.

Väterkarenz

Familie&BerufKurze Väterkarenz: Während Frauen in der Regel knapp zwölf Monate den Nachwuchs betreuen, tauschen Männer nur für die zwei Pflichtmonate ihren Bürostuhl mit dem Job an der Wickelkommode. Dabei könnten die insgesamt 14 Monate paritätisch verteilt werden. Vom Ideal einer elterlichen Gleichberechtigung ist Bayern aber noch weit entfernt. Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts rangiert der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg und Thüringen bei der Bezugsdauer des Elterngelds auf den hinteren Plätzen. Mehr dazu HIER.